Mittwoch, 9. Januar 2013

Lae, Madang, Karkar, Madang, Lae ...


Mein Urlaubstrip...

Angefangen hat alles mit meiner Flucht und “dumm” rumzusitzen bei verschiedensten Ueberseemitarbeitern in PNG. Alle waren so lieb zu mir und haben sich auch voll die Sorgen gemacht, und wollten, dass es mir gut geht und alles, aber es ist leider kein Urlaub, wenn man nur in einem Haus hockt und im Haushalt mithilft, weil man sonst (auch weil man eine Frau ist) nichts anderes machen kann ... deshalb streichen wir die ersten 1.5 Wochen. Das war Flucht und verstecken ...
Aber dann kamen die Jungs (Tim und Philip (Karkar) von Mission EineWelt und Philip (Goroka) aus dem Norden Deutschlands von einem anderen Missionboard) aus Groroka und mit Ihnen hat mein Urlaub angefangen, den abgeschirmt mit drei maennlichen Wesen um mich rum ist dann alles wieder etwas einfacher.  Erst mal war Einkaufen in Madang auf dem Plan gestanden (was ich alleine nie haette machen duerfen, denn da muss man ja PMV fahren), da wir ja alle die naechsten Tage nach Karkar auf die Insel zu Manu und Toni wollten und es sehr unhoeflich ist nichts zu Essen mit zubringen, denn da gibt es erstens nichts und zweitens ist es sehr unhoeflich davon auszugehen, dass man schon durchgefuettert werden wird, was auch nicht geht, da das Geld bei und allen knapp bemessen ist. Also erst mal rein in den PMV (Public Motor Vehicle) – wie ein kleiner Bus, mit ca. 15 Plaetzen, aber gerne auch mit ca. 25-30 Leuten beladen, da jeder ja zahlen muss und viele mitwollen und die Driver dann halt auch mehr Geld machen – und ab nach Madang. Hier stand dann Anderson (Food) und diverse kleine Laeden auf dem Plan, denn es mussten noch Reissverschluesse, FlexKarten (zum Telefonieren) und diverser anderer Kleingrusch gekauft werden und zum Schluss natuerlich der Markt, denn wenn man auf einer Insel (oder wie ich auf einem Berg in Logaweng) festhockt freut man sich ueber alles frische an Gemuese oder Obst.
Naechten Tag, ab nach Karkar ... wir hatten Glueck und Barbara Gutyear (Plantagenbesitzerin auf Karkar und Mentorin von Toni) war so lieb uns Ihre Elly zu schicken und ihren besten Skipper, der im Nachhinein auch noetig war, denn das Meer war bagarap (kaputt). Am Anfang fand ich des noch voll lustig, wenn ma immer hochfliegt und dann wieder auf die Wellen knallt und es einem die Gischt und den Regen ins Gesicht peitscht allerdings dann, wenn man das 2.5 Stunden hat (die Ueberfahrt dauert normalerweise nie laenger als 1.5 Stunden) und der blaue Fleck am Hintern dann auf Fussball groesse anschwillt und schwarz wird. Man schlottert, weil es ploetzlich von knappen 30 Grad auf 15 Grad ca. runterkuehlt und man denkt man steht unter der Dusche, weil die Unterhose auch nicht mehr nasser werden kann, als sie jetzt schon ist, dann .... ja, dann wuenscht man sich, man waer schon da. Aber irgendwann, ist man dann auch da und der Skipper hat seine Sache wirklich gut gemacht, weshalb wir ihm dann auch gleich all unsere Buai geschenkt hatten, die man genau fuer solche Gelegenheit in der Tasche haben sollte.
Leider gab es doch etwas Schwund und Verlusst in unserem Lebensmittelvorrat: Wir hatten zu betrauern: 20 von 24 Eiern und ein Marmeldadenglas mit Erdbeermarmelade. Ansonten war alles nass, durchgeweicht, verdreckt und marmeladig, aber noch zu gebrauchen und nach dem saubermachen auch wieder zum anfassen.
Auf Karkar hat mein Urlaub dann richtig angefangen. 2 bis 3 mal pro Tag Schwimmen im Meer, Schnorcheln, Kaempfen und Spass haben  (ich hab hier richtig Schnocheln gelernt). Uns blieb auch gar nichts anderes ueber als so oft Baden zu gehen, denn auf Karkar gibt es von morgens um 8 Uhr bist Mittag um 12 Uhr Strom und dann erst wieder von 18-22 Uhr (Freitag auch bis 23 Uhr). Und es war sooooo heiss, dass wir in den “nichtstromzeiten” einfach raus mussten. Wetter war traumhaft und immer ueber 30 Grad. Zweimal hat es geregnet Nachts und das waren die Naechte wo man echt gut schlafen konnte denn dann hat es etwas abgekuehlt und die Nachbarn haben auch nicht schon um halb sechs angefangen haben zu singen oder zu streiten oder was weis ich. Leider haben wir auch hier zweimal haeusliche Gewalt mitbekommen, als einmal eine Frau geschlagen wurde und einmal sind zwei Maenner mit Naifs (Messern) ins Haus eingedrungen. Wir haben dann Paesenz gezeigt (mehr kann man nicht machen) und unsere Jungs hatten dann auch nach Sekurity geschaut, aber die war dann nicht da und der Streit hatte sich derweil auch wieder gelegt. Aber es ist halt Weihnachten und die Gemueter sind erhitzt ...
Ansonsten war es ein sehr erholsamer Urlaub mit viel Reden, Schwimmen und Essen. Wir haben immer im Wechsel gekocht und wurden auch zweimal eingeladen (bei Barbara) ... hier kann ich nur sagen JUMMY FLEISCH!!!! Einer unserer Jungs hat einen Hai gesehen und der Goroka Philip musste noch eine Feuershow fuer  das Krankenhaus machen.
Dann kam Weihnachten. Hier will ich nur sagen seltsam und .... NEIN EINFACH NUR SELTSAM :) und ganz anders wie in Deutschland und so richtig wollte auch keine Weihnachtsstimmung aufkommen trotz Plaetzchen, Baum (aus Bananenblaettern) und Geschenken. Es war ein tolles Fest und die Einzelheiten gibt es die Tage in meinem Rundbrief, aber Weihnachten ohne Familie und Schnee (obwohl das in Deutschland ja auch nicht gegeben war) ist einfach kein Weihnachten (fuer mich). Dennoch hatten wir Spass, haben uns huebsch gemacht, sind in die Kirche gegangen, hatten Chilli am Heiligabend und auch einen Vogel fuer den ersten Weihnachtsfeiertag und wenn man mit guten Freunden zusammen ist, dann macht es auch Spass.
Am ersten Weihnachtsfeiertag war dann wieder Baden auf dem Programm gestanden, Kuchen und Kaffee bei Ihles (Mentoren von Manu und Aerzte in Gaubin im Hospital) und Ente am Abend. Am zweiten waren wir dann wieder bei Gutyears eingeladen und haben uns die Baeuche vollgeschlagen, weshalb wir einen kleinen Rueffel bekommen hatten, denn bei 30 Leuten ist es nicht so hoeflich, wurde uns gesagt, wenn man zu sechst ans Bufett stuermt wie eine Meute hungriger Woelfe. Aber ihr haettet das Essen sehen sollen. Da kann sich keiner zusammenreissen. Und hier muss ich anmerken, dass ich NICHT gestuermt bin .... nur schnell gelaufen! :)
Dannach gings dann wieder nach Madang zum Tauchen ... eigentlich ... wir waren in Amron untergebracht und haben noch auf Familie Hellfritsch warten wollen, allerdings haben wir schon eher erfahren, dass der Tauchlehrer nicht da ist. Der hing wohl auf Fidschi fest da ein Zyklon sein Haus verwuestet hat und konnte deshalb nicht kommen. Deshalb haben wir uns die Zeit bis Silvester – man glaubt es kaum – mit Baden, Schnorcheln und Spielen vertrieben. Hier habe ich es dann auch geschafft mir mein Bein an ein paar Shells (Muscheln und Korallen) aufzuschneiden, weil ich zu doof war auf eine Holzplattform zu klettern und das hat sich dann spaeter echt noch boese entzuendet und man hat ueberlegt mir mein Bein abzunehmen ... (***SCHERZ****) zwei Tage antibiothische Salbe und Pflaster, dann war alles wieder gut. Dann kam Silvester...

 Fahrt zum Einkaufen in Madang am PMV mit Buai ...
 Die Jungs "amamasen" die Kinder des Krankenhauses und sich selbst. Weihnachten in PNG...
 Madang Markt.
 Ueberfahrt nach Karkar ... da war der Wellengang noch gar nix. Spaeter waren Fotos nicht mehr moeglich.

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