...aber Tauchen ist
besser!
Madang eine
Woche! Weihnachten war schon geplant tauchen zu gehen, allerdings war unser
Tauchlehrer kurzfristig verhindert, da ein Zyklon sein Haus auf Fidschi
vernichtet hat und er dort geblieben ist um es wieder aufzubauen. Deshalb
konnten wir da nicht tauchen lernen und so wurden die Plaene, wie in PNG oft
einfach mal geaendert und wir haben das alles auf des Vorosterwochenende
verschoben. Also rein ins Auto am Sonntag vor Ostern und auf mit Thomas
Hellfritsch und Philipp nach Madang.
Die Strasse nach
Madang war eine Katastrophe, nicht mehr als eine Schotterpiste, aber dank
Thomas Fahrkuensten und des Autos, kein Problem und nach knapp fuenf Stunden
und ordentlichen blauen Flecken (weil man so durchgeschuettelt wurde) waren wir
dann gegen drei Uhr auch gluecklich und heil in Madang angekommen. Montag
sollte es auch schon losgehen und kaum hatten wir unser Gepaeck ins Haus in
Amron gebracht, verkuendete uns Verena Hellfritsch, die am Vortag schon in der
Tauchschule war, dass wir bis Montag morgen 9 Uhr bitte knapp 200 Seiten im
Tauchbuch auf Englisch lernen sollten, denn unser Tauchlehrer hatte den Plan am
Donnerstag (4 Tage spaeter) schon mit uns „fertig“ zu sein.
Also auf die
Couch, ins Bett, auf die Veranda, auf jeden Fall ein stilles Oertchen finden um
lernen zu koennen, was bei mir in einer durchgemachten Nacht und einer
Heulattacke endete, denn ersten mein Englisch fuer diese ganzen Fachausdruecke
ist echt zu schlecht und zweitens das ganze dann auch noch bis zum naechsten
Morgen verstehen und wissen und dann noch 200 Seiten (knapp) war einfach zu
viel. Plus die Angst es nicht zu schaffen und voll abzulusen...
Aber wie meist
wird alles heisser gekocht als es am Ende gegessen wird und es war schlicht
unmoeglich durchzufallen oder den Tauchschein nicht zu bekommen. Die Theorie
war zwar schon schwer und man musste viel lernen, aber wenn man das alles dann
auch praktisch durchnimmt ist es gleich schon verstaendlicher und ausserdem
bestand die Pruefung aus lauter „Ankreuzfragen“ was dann auch vom englischen
fuer mich kein Thema war. Bei drei Fragen hatte ich ein paar
Uebersetzungsprobleme, aber als das erklaert war, war es auch kein Thema mehr
...
unser Tauchlehrer
war auch super! Petro, Fischianer (oder zumindest was gemischtes davon) war
klasse, hat alles sehr genau und super erklaert und wir haben alles auch erst
im 1 m tiefem Poolwasser geuebt, dann in 3 m tiefem Pool und schliesslich im
Meer bei ca. 5 und einmal bei ca. 15 Metern.
Die Tauchgaenge
an sich waren auch gut. Beim ersten hatte ich eine kurze Panikattacke weil
alles so neu und aufregend war, ausserdem hatten wir eine sehr starke
Riffstroemung wershalb ich mich am Grund erst mal 10 Minuten an einen Stein
krallen musste um nicht abgetrieben zu werden, aber als ich meine normale
Atemfrequenz wieder erreichte hatte ging auch das. Die naechsten Tauchgeange
waren viel besser. Keine Riffstroemung und keine Haie ... nur kleine Fische,
Nemos und Korallen... alles gut und auch die Uebungen unter Wasser waren kein
Problem. Bei unserem letzten Tauchgang haben wir dann auch einen Bomber gesehen
und konnten etwas reintauchen. Lionfische (Feuerfische), eine kleine
Wasserschlange, Barakudas und ganz viele bunte Rifffische waren auch an der
Tagesordnung. Korallen, Wracks und was da sonst noch schwimmt und lebt war echt
beeindruckend zu erleben ohne den Mangel an Luft wie beim Schnorcheln.
Leider ist es
echt so, dass je tiefer man kommt (und waerend des Kurses waren wir auch nur
gegen 15 Meter tief) verliert alles seine Farben und wir immer mehr Blau und
Grau, weshalb Schnorcheln doch auch seine Vorzuege hat. Aber naja, am Freitag
(es hat dann doch laenger gedauert als gedacht) war ich dann ein Open Water Diver
und Philipp und ich wollten uns die Chance (man weis ja nicht, wann man wieder
mal an die Kueste kommt) nicht entgehen lassen uns hatte fuer Ostersonntag noch
einen privaten Tauchgang gebucht. Ohne Uebungen unter Wasser und vielleicht
auch etwas tiefer. Leider muss ich gestehen, dass ich die Panik vor Haien nicht
ablegen kann, weshalb ich regelmaessig Alptraeume vor dem Tauchen hab und
Philipp war natuerlich, je tiefer desto besser und je mehr Haie desto besser
auch beim ersten privaten Tauchgang.
Wir sind dann
doch mit Petro wieder runtergegangen (die Tauchschule macht das nicht, dass sie
Leute alleine rauslaesste –man braucht ja auch ein Boot um rauszu kommen-) und
zu einer Stelle gefahren, die Barakudapoint heisst in der Hoffnung ganz viele
Barakudas zu sehen. Erst mal haben wir dann aber keine Barakudas sondern drei
Haie gesehen ... juhuuu ... das hatte ich gehofft. Kurze Panikattacke bei ca.
30 Metern tiefe (Petro wollte -unter Augenzwinkern- nicht tiefer gehen als 18
Meter ... „Ja klar“ :)) bei der ich in gefuehlten 2 Sekunden ca. 20 Bar Luft
veratmet habe und meine Finger wie die Zaehne eines Haies erst mal in den Arm
von Philipp geschlagen hatte und ihn umgeschwommen hab. Was aber gar nicht
geplant war, denn ich dachte der waer unter mir ... wie er dann allerdings
hinter mich kam, als ich den Rueckwaertsgang eingeschlagen hatte, weis ich
nicht. Auf jeden Fall habe ich es dann doch wieder geschafft meine normale
Atemfequenz zu finden und wir koennten unseren traumhaften Tauchgang
weiterfueheren (anschliessend wieder an der Oberflaeche hat mir Philipp
erzaehlt, dass er mindestens genau so schnell - allerdings vor Freude – geatmet
hat). 30 Meter im tiefblauen Ozean, zwei Wracks noch erkundet und duzende von
Barakudas und tausende von anderen kleinen bunten Rifffischen gesehen,
schwebenderweise durchs blau zu gleiten war schon gigantisch. Das Riff war
eines der Besten die ich je gesehen habe und hier in PNG hab ich dann doch
schon einige gesehen, war traumhaft. Vielleicht schaffe ich es nochmal, denn so
wie es ausschaut bin ich noch mal fuer zwei Wochen in Madang zum Arbeiten, und
da ergeben sich vielleicht noch zwei Tauchgaenge, leider reicht das Geld dann
auch nicht fuer mehr, denn alles hat seinen Preis. Auch hier. Leider schaffe
ich es nicht, meine Panik vor dem Tauchgang von Haien wegzubekommen und jetzt
welche gesehen zu haben macht es auch nicht besser , wie ich finde. Wir werden
sehen...
Aber erst mal war
es dass wieder von meinem kleinen Abenteuer. Die Tage gibt es auch noch einen
kleinen Rundbrief von mir, der euch beschreibt wie man auf Amron (ein
Trainingscenter fuer „Hilfspastoren“ Evangelisten hier im Land) Ostern feiert,
denn kaum war der Tauchkurs aus, stand Ostern vor der Tuer und das ist auch
etwas besonderes, wobei Amron doch sehr westlich ist ... lasst euch
ueberraschen und jetzt erst mal ...
Liebe Grusse und
eine tolle Zeit, bald bin ich wieder daheim und euch werden die Ohren abfallen,
weil ich den Mund nicht mehr zubekommen werde von dem ganzen Abenteuer.
Bis dahin, alles
liebe
Eure Tanja
(PS.:
Wahrscheinlich hab ich 1001 Rechtschreibfehler hier drin und bitte um Entschuldigung
dafuer!!)
Wrack (Katamaran) auf ca. 30 Metern, kurz nach den Haien :) Reintauchen konnte man leider nicht, aber reinschauen :)


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