Dienstag, 8. Januar 2013


Leben und Arbeiten in Logaweng:

Nach diesem ganzen Hin und Her war ich dann doch ganz froh auf die Aussicht, jetzt endlich mit meinem Wirken hier in Logaweng und dem Kennenlernen aller Menschen, die hier arbeiten und leben und lernen, anfangen zu koennen.

Mein Tag hier faengt normalerweise so gegen halb sieben an (ich koennte auch spaeter aufstehen, aber dann kann ich nicht mehr in Ruhe fruehstuecken) und im 7:50 Uhr ist dan Morgenandacht. Diese dauert ca. 45 Minuten (da kommte es ganz darauf an, wer predigt und wie gut der mit dem Zeitmanagement umgehen kann) und anschliessend bin ich entweder im Kindergarden hier im Seminar oder ich schaue und hoere dem Unterricht zu um zu lernen oder ich habe (meist am Tag davor oder kurz nach der Andacht) einen Job zu erledigen. Meist ist es irgend ein Brief abtippen, die Computer warten (da kommen dann so Anfragen, wie: Mein Drucker geht nicht, oder die Leertaste geht nicht), ich sitze dann meist ein paar Stunden oder auch Minuten (wenn man zum Beispiel den Drucker nur einschalten muss) davor und versuche mein Bestes zu geben. Wenn etwas gar nicht hinhaut, kann ich auch noch Markus Paulsteiner fragen, wenn er kurz Zeit hat oder es liegt meist auch nur am alten Geraet und dann muss man halt ueber eine neue Anschaffung reden. 

Das macht man dann im Tisabung (Lehrerkonferenz) die jeden Morgen um 10 Uhr stattfindet und alle Belange des Tages abdecken soll. Diese dauert ca. 30 Minuten und anschliessend wittme ich mich wieder meinem Problem oder arbeite im Haus und Tippe etwas oder schlage etwas nach, wenn ich mir nicht sicher bin. Manchmal kommt dann auch noch das Guesthaus dazu, dass geputzt werden will und bei dem ich die Aufsicht habe und die Buchungen mache.

Mittagspause ist dan meist zwischen 12 und 14 Uhr und in der Zeit bin ich bei mir im Haus und koche etwas kleines und mache Malolo (Pause/Ausruhen), meist kommt da aber ein Student, der dann auch noch eine Frage hat, ob ich etwas tippen kann oder ihm helfen bei sampela samting (irgendwas).

Nachmittags sind dann Montag und Mittwoch immer Komitiwok (Gemeindschaftsarbeit) bei der man Unkraut jaehtet, die Gaerten fuer das naechste Schuljahr pflegt, die Kirche oder Unterrichtsraeume putzt oder aehnliches. Manchmal helfe ich hier auch mit (cutim nupela gaden/ den Garten fuer 2013 hacken) oder beim putzen. Oefters habe ich auch bei mir was zu putzen und meine Wohnung soll ja auch nicht im Muell untergehen und der Schimmelbekaempfung habe ich den Kampf angesagt ... und stehe auf verlorenem Posten. Leider ....!!! Der Schimmel hat 4:1 gewonnen!
Montag Abend ist fuer mich dann noch Femililotu (Familiengottesdienst) bei vier Studenten, die sich mit der Predigt immer abwechseln und manchmal gibt es anschliessend dann noch Essen und Toktok (Gespraeche). Dieser Lotu dauert nicht so lange und ist ganz toll, da viel gesungen wird und man sich die Lieder aussuchen kann und dann jeder seine Lieblingslieder singt.

Mittwochabend ist im Wechsel dann auch noch Gottesdienst oder Waspapagrup (Waechter Gruppe). Hier bekommt jeder Student, jeder Volunteer und alle Familien einen Pfarrer an die Seite gestellt, der einem mit Rat und Tat zur Seite stehen soll, der einem aber auch Dinge verbieten kann und immer ueber alles Bescheid wissen will, was man macht, wohin man geht etc. Meist sinnvoll, da wirklich hilfreich, aber ich hatte etwas Probleme damit mich immer an, ab oder umzumelden oder um Erlaubnis zu fragen ... hat mir zweimal auch einen kleinen “Rueffel” eingebracht... naja, ist halt schwer, die Umstellung von ich mache was ich will (Deutschland) und ich mache und darf gar nichts :) ... aber das wird sich hoffentlich geben.

Dienstag helfe ich in der Kinderbuecherei oder in der normalen Buecherei beim Einsortieren der neuen Buecher, oder ich befasse mich wieder mit einem IT Problem, von dem ich nicht genau weis was ich machen soll, oder ich gehe raun (rumlaufen und Freunde finden und Sprache lernen). Auch ist jeden zweiten Dienstag nochmals ein Tisabung, der bis zu 5 Stunden dauern kann und alle weitern Belange klaert, die nicht in der halben Stunde am Vormittag geklaert werden koennen.
Donnerstag ist dann Abend die Meri Nait (Frauennacht) bei der sich alle (oder die die Zeit haben) treffen und einen Gottesdienst halten. Anschliessend wird noch etwas toktok gemacht.
Freitag ist dann frei und jeder von den Studenten hat sich um seinen eigenen Garten und ums Studium zu kuemmern. Hier bin ich ab und zu mitgegangen und habe bei der Gartenarbeit geholfen. Was gar nicht so leicht ist und mich wollten auch ein paar mal die Meris (Frauen) nicht mitnehmen, denn die dachten ich kipp um ... was auch passieren kann. Die Gaerten hier sind anders als die in Deutschland. Das schaut hier immer aus wie eine gruenne Hoelle in der alles kreuz und quer waechst und keiner nen Plan hat wo was anfaengt und wo was aufhoert, aber denkste. Das ist nur fuer deutsche oder weisse Augen so. Hier gibt es auch Beete, Zaeune und Gaerten und jeder weis was jedem gehoert. Spater hatte ich dann auch ein bisschen ein Auge dafuer entwickelt, aber das erste mal, war ich echt verloren und musste vier oder fuenfmal fragen, ob ich die Planze, die so ausschaut wie die daneben auch abreisen darf oder nicht, weil sie gifig ist ... aber man ist ja zum lernen da und Sakarepe (eine Meri aus dem 3 Jahr) hat mir hier so sehr geholfen und ich habe sie sehr lieb gewonnen. Mittlerweile ist sie mit ihrem Mann zum Vikariat aufgebrochen und wir haben nur noch selten Kontakt, anscheinend hat sie viel um die Ohren. Wer weis, oder kein Geld am Handy zum antworten.

Manchmal gibt es auch Muvinait (Filmnacht) am Freitagabend weil da jeder Zeit hat und meist organisiere ich das, aus dem einfachen Grund, da ich die meisten Filme dabei habe :) Auch Pastor Huevos hat einiges, aber meist erste Dramen, die nicht so gut ankommen wie Findet Nemo oder Sister Act, den ich bis jetzt gezeigt habe.

Samstag ist dann meist auch noch Komitiwok und ich gehe viel raun um die Sprache und die Kultur zu lernen und vielleicht auch einen kleinen Einblick zu bekommen. Sonntag dann der grosse Lotu (Gottesdienst) der sich hier in Logaweng gut in Grenzen haelt (ca. 1.5 Stunden) das ist sehr kurz fuer PNG Verhaeltnisse und freut mich, anschliessend ist oft Krichenkaffee oder man spielt. Am Nachmittag sind dann auch Basketball, Volleyball oder Dosen werfen und aehnliches am Programm. Hier war ich nur einmal zum zuschauen, denn die Frauen sollen in Logaweng mit Rock oder Laplap (wickelrock) spielen und das sehe ich nicht ein, denn wenn ich den verliere ... stehe ich da und dann heisst es man kann unter den Rock ja noch ne Hose ziehen, aber da komm ich vor Hitze ja um und irgendwo hoert es dann auch auf.

Die Meris hier schimpfen sowieso (wenn sie alleine sind!!!) ueber dieses Rockzwang aber sobald man dann oeffentlich darueber diskutiert sind alle wieder dafuer und sagen das ist so Pasin bilong Meri (Verhalten von Frauen und weiblich) das gehoert dazu und hier ist es ja konservativ und deshalb ist es schon ok. Wenn ich sie dann aber auf dem Feld oder im Gebuesch sehe und sie bleiben an jedem Zweig oder Ast haengen, dann kann ich daran nichts positives finden. Ich sehe es ja ein im Lotu und beim Unterricht, aber bei Arbeit und Spiel ist es uebertrieben (hier will ich klarstellen, das das meine persoenliche Meinung und Einschaetzung ist und mehr kann ich auch nicht).
Naja, aber so geht der Sonntag dann zu Ende und dann kommt auch schon wieder der Montag... und der Spass geht von vorne los. Langsam habe ich mich gut integriert, fuehle mich wohl und gluecklich und die Sprache kommt auch a bissal ... :) Zumindest versteht mich jeder und weis was ich mein. Wenn dann mal was nicht klappt wie geplant, dann wollte mich auch keiner verstehen.
Naechte Woche kommt Manu fuer drei Wochen zu mir und macht Urlaub und Arbeit hier und da schauen wir mal was so kommt ... :) Freu mich auf jeden Fall mal wieder Gesellschaft von den Volunteers zu haben und nach Herzenslust quatschen zu koennen. 

Bis dahin, Lieben Gruss und Dank an alle Unterstuetzer und Freunde und Kollegen und besonders an meine Familie ...

Mit Sakarepe im Garten bei der Arbeit.
 Alle Maenner bei meiner Femililotugrup (Familien Gottesdienstgruppe)
 Alle Frauen bei meiner Femililotugrup

Vergangenes aufholen ...


Oje, ich stelle mit Erschrecken fest, dass ich seit dem letzten Blog in euren Augen gestroben sein muss, denn ich habe beim Femiliretreat aufgehoert und seit dem ist sooooo viel passiert, dass ich jetzt schon Angst davor habe, meine Finger zu ruinieren, wenn ich alles aufholen und schreiben will, was seit dem im schoenen PNG so alles passiert ist...
Aber ich gebe mein Bestes und bitte seht mir nach, wenn nicht alles so ausfuehrlich ist, wie ihr es gerne haettet oder fragt doch einfach nach, wenn euch etwas genauer interessiert oder ihr mehr Infos zu einem Thema haben wollt :)

Femilyretreat:
Wie schon gesagt, ich bin gerade erst wieder nach Logaweng zurueck gekommen und hatte eigentlich gar noch nicht ausgepackt als es auch schon wieder weitergehen sollte nach Alexishafen in der Madangprovinz zum Internationalen Femilyretreat ...
Was aber gar nicht sooo einfach war, denn wir sollten alle fliegen und an dem Tag hat es aber so geregnet, dass das Wasser foermlich auf der Piste, die ja in Finschhafen eh nur aus einem schmalen geteerten Streifen zwischen Bueschen besteht, dass wir nicht sicher waren, ob der Pilot ueberhaupt erkennen kann, dass da etwas ist und der Nebel war auch so tief, dass es der Pilot gar erst mal gar nicht geschafft hat die Nebeldecke zu durchdringen um zu gucken. Also wir im stoemendem Regen auf der Landebahn im Track und hoeren immer nur das Flugzeug, aber sehen konnten wir nix. Ploetzlich ein Lichtblick im Himmel und ca. 20 Meter bei dem die Wolkendecke aufgerissen ist ... der Pilot nutzt seine Chance und stetzt zum Sturzflug auf die Landebahn an. Nach drei Stunden warten war es dann so weit und der Pilot (Respekt fuer die Leistung) setzt unter einer riessen Wasserfontaene auf der Piste in Finsch auf und wir sehen das Flugzeug gar nicht, denn das Wasser ist so hoch gespritzt, dass wir schon gedacht hatten er ist baden gegangen .... aber oh Wunder, alles gut. Nur die, bis dahin schon an Bord gegangenen Passagiere mehr weiss im Gesicht als was anderes und keiner hat gross ein Wort gesagt. Ich glaub die waren alle noch mit beten beschaefftigt :)
Das Abheben war dann wieder (in meinen unerfahrenen Augen) ganz leicht und als wir dann endlich ueber dem Ozean an der Kueste endlang Richtung Madang geflogen sind war die Welt fuer alle wieder in Ordnung. Der Flug war toll, in so einer kleinen Maschiene bin ich noch nie geflogen und  es ist schon spannend, wenn man den Druck und die Kaelte so mitbekommt wenn man ueber eine gewisse Hoehe kommt. An Bord waren schon die Goroka Mitarbeiter und auf dem Weg nach Madang haben wir dann noch Kittels abgeholt.
Nach ein paar Stunden waren wir dann auch alle wohlbehalten in Alexishafen angekommen und konnten uns in unseren Einzelzimmern einrichten, und das Gelaende erkunden, was als Frau mal wieder schwierig war, aber es waren hier so viele “Whiteskins” unterwegs, dass es ok war. Nach und nach sind dann auch alle anderen angekommen ... und am Ende waren dann bestimmt 40 Mann (und Frauen) mit Kind und Kegel versammelt. Das Essen war lecker und wir Volunteere waren mit der Kinderbetreuung auch gut beschaeftigt. Auch haben wir einen anderen Vonlunteer aus dem Norden Deutschlands, der in Goroka stationiert ist, kennengelernt. Netter Mensch muss man sagen und super guter Feuertaenzer und Feuerspucker. Nur zu empfehlen, wie wir dann Nachts nach dem bunten Abend festgestellt hatten. Er hat alle echt ueberrascht und eine tolle Show und einen grandiosen Abschluss geboten. Hier schaue ich auch, ob ich einige Fotos online stellen kann :)
Ansonsten war alles toll und wir hatten viel Spass und ich die ersten Biere seit Monaten :) JUHUUUU! Da das mit dem Bier in Logaweng ja ein Problem darstellt, da man gleich als Alkoholiker abgestempelt wird, wenn man auch nur dran denkt :) Was aber etwas verstaendlich ist, wenn man sieht wie die Einheimischen auf Bier und Drogen im Allgemeinen reagieren. Seltsam ist, dass schon geringe Mengen an Alkohol hier ausreichen um einen Einheimischen alles vergessen zu lassen und wild umsichzuschlagen. Wenn man das im Hintergrund weis ist es auch nicht so schwer zu verzichten auch wenn Bier in Deutschland ein Stueck weit zur Kultur gehoert. Natuerlich ist man hier im Land dann auch Vorbild und lebt so, dass man sich nichts zu Schulden kommen laesst. Darauf habe ich mich eingelassen und das ist dann auch ok so... dennoch habe ich mich gefreut in Gesellschaft mal wieder ein oder zwei Bierchen geniessen zu koennen wie alle anderen beim Retreat auch.
Nach drei Naechten war dann auch alles schon wieder vorbei, die Kinder muede gespielt und die Eltern und Erwachsenen voll mit neuen Erfahrungen und Gespraechen und Eindruecken, wie auch wir Volunteere.


Donnerstag, 11. Oktober 2012

Auf und nieder ... immer wieder! Teil 1


Es ist schon Wahnsinn, was man alles in zwei Wochen erleben und sehen kann. Seit dem 21igsten September bin ich nicht mehr in Logaweng gewesen und auch erst seit zwei  Tagen wieder zurueck…

          1. Womens Conference (Meribung 2012, Mumeng Distrikt, Bulolo)
Ich hatte ja das grosse Glueck von dem Principal (Pasto Lukas Kedabing) in Logaweng am Seminary gefragt zu werden ob ich auf den Meribung (biggest Womens Conference, alle zwei Jahre, dismal in Bulolo im Mumeng Distrikt) mit will und ich wollte natuerlich unbedingt, den mehr lernen als in einer Woche auf so einem Bung geht nicht, dachte ich mir und sollte auch recht behalten…
Hier einige lustige Auszuege, fuer den Blog, aber mein erster Rundbief wird auch die naechsten Tage fertig werden und da gibt es dann auch viel zu entdecken und neues zu lesen, wie ich hoffe. Auch versuche ich einige Bilder im Anschluss hochzuladen, vielleicht klappt es ja?

Tag 1: Einige Dinge sind, wie ich heute festgestellt habe, unerlaesslich, wenn man in den Busch geht, bzw. Wenn man nicht genau weis wo man hingeht … aber wie ich festgestellt habe ist das nicht der Busch, es ist nur Bulolo im Mumeng Distrikt. Hier findet eine der groessten Konferenzen nur fuer Frauen statt, bei der diskutiert wird, die Belange der Frauen geklaert werden und hoffentlich auch einige Probleme geloest werden koennen, und es ist eine tolle Gelegenheit fuer alle Geschichten, Neuigkeiten und Familienangelegenheiten zu besprechen. Ich schaetze jetzt  mal, das sich hier bestimmt 4000 Frauen mit Kindern versammelt haben um zu hoeren und mitzudiskutieren. Alle sind aus unterschiedlichen Distrikten (es gibt 17 hier) angereist um diesem Bung (Meeting) beizuwohnen.
Ich bin jetzt seit ca. 3 Stunden hier und habe das dringende Beduerfniss (zum esten mal in meinem Leben) was niederzuschreiben, da ich sonst davon ausgehen muss das die vielen Eindruecke meinen Kopf sprengen wuerden. Oder ich einfach implodiere…

Aber zurueck zu den Dingen, die man immer und ich meine IMMER dabeihaben sollte: Mal wieder und wie immer an erster Stelle: Klopapier (!!!!!!) –und jetzt, im Gegensatz zum meinem letzten Blog ist es mir wirklich schei…. egal, ob es nur einlagig ist- hier bin ich ueber alles froh und dankbar, was an Klopapier erinnert! Ausserdem WICHTIG ist Wasser, abgekochtes Wasser … davon sollte man immer viel dabei haben und auch viel trinken, was natuerlich wieder dazufuehrt, das man aufs Klo muss und wieder viel Klopapier braucht … ganz davon abgesehen, dass man ca. 10 Minuten laufen muss um das Klo zu finden, das dann aus einem Loch im Boden besteht … also vielleicht doch nicht zu viel trinken …??? Aber weiterhin, wichtig, vor allem wenn man Nachts aufs Klo muss … was leider sehr oft vorkommt wenn man das Essen nicht vertraegt (J) … eine Taschenlampe!!!! Sehr wichtig, den wenn es um sechs Uhr Abends dunkel wird, dann ist es halt dunkel.

Auch wichtig, aber entbehrlich, wie ich spaeter erzaehlen werde, ist ein Moskitonetz, ausser man will zerstochen und aufgefressen werden, aber leider ist das Moskitonetz da auch nicht immer hilfreich … ihr werdet noch davon hoeren…
So, also wir waren angekommen (nach 4 Stunden im Auto auf einer offenen Ladeflaeche bei strahlendem Sonnenschein und 30-40 Grad, singenderweise. Platz fuer 20 Leute mit Gepaeck, doof nur, dass wir 30 Frauen waren und drei Kinder mit Gepaeck, aber was muss, das muss) und sollten alle (mit wir alle meine ich, alle Frauen und Kinder vom Kate Distrikt (meine beiden Begleiterinnen vom Seminar sind Katefrauen, deshalb sind wir zusammen hergekommen und wollten auch bei Ihnen schlafen und ich gehoere jetzt  auch dazu) zusammen in einem ca. 5 mal 4 Meter grossem Raum auf dem Fussboden schlafen. Ohne Fenster, ohne Tueren, Sand und Kiesel auf dem Boden… Juhuu, Gecko, Moskito & Co kann kommen!!

Dann aber, weil wir von einer Schule kamen, und alle Vertreter von Schulen ein anderes Haus bekommen, wurden wir wieder ausquatiert, was meinen beiden Begleiterinnen nicht sonderlich gefiehl, da sie jetzt nicht mehr bei Ihren Freundinnen sein konnten, mir aber sehr zusagte, den jetzt hatte ich Fenster mit Moskitonetz davor, eine Tuer, und ein Holzbrett als Bett … und Cristiane Paulsteiner sei Dank, auch eine dicke Decke, die ich unterlegen konnte, den nur auf einem Brett zu schlafen, war schon sehr hart. Aber naja, jetzt geht der erste Tag zu Ende und ich liege auf meinem Brett, und kann nicht schlafen, weil die Geraeusche von den anderen, ca. 20 Frauen, einfach zu laut sind, und wir wegen der drei oder vier Babies, die mit hier wohnen das Licht anlassen muessen. Es ist fast wie auf einem Festival. Da kann man auch nicht schlafen, weil die Besoffenen zu laut sind, und man schwitzt die ganze Zeit und fuehlt sich stinking und ekelig… hier ist es aehnlich. Ich fuehle mich wie in einem Traum, aus dem ich aufwachen muesste, aber ich tus nicht. Ich koennte mich eigentlich mal zwicken, aber dann denke ich an die ca. 50 Mueckenstiche und die Schmerzen, die diese verursachen und eigentlich, wenn ich traeumen wuerde, muesste ich davon wach werden. Ergebnis das ersten Tages also: Kein Traum…

Tag 2: Langsam gwoehne ich mich an mein Festival. Es gibt leider kein Bier und keinen Rock’n Roll, aber dafuer Buai und Betelnuesse (legale Droge hier in PNG zum berauschen) und Kichenmusik… Ansonsten ist aber alles gleich…

Heute war ein Tag, den ich ganz schlecht beschreiben kann. Ich bin irgendwie von einem Gefuehl und einem Hoch in ein anderes Gefuehl und Tief gefallen. Die guten und geradezu unglaublichen Erlebnisse wiegen die erschrekenden und gruseligen bei weitem auf und die Tage hier sind im Gegensatz zu den Naechten gerade zu unglaublich. Nachdem ich es geschafft habe mich beim Waschen mitten auf dem Platz wo es alle sehen koennen, nicht komplett zu embloesen, war ich froh wieder im Haus zu sein und Klamotten anzuhaben. Aber kaum war ich fertig angezogen, meinten meine lieben Zimmerkolleginnen, dass ich nicht passend gekleidet waere. Also musste ich mich wieder ausziehen (hier war es dann auch vorbei mit dem “nicht embloesen”) und einen total neuen und schoenen Laplap (Wickelrock) und eine handgearbeitete, neue Meriblaus (Frauenbluse) anziehen. Anschliessend habe ich den lieben Frauen so gut gefallen und wurde noch mit Muschelkette und Bilas geschmueckt, dass mir alle die Kleidung gleich geschenkt hatten, was wirklich viel Geld kostet und lange zu arbeiten ist und es kostet viel Muehe und Zeit diese Art Kleidung herzustellen. Ich war, wie so oft, sprachlos. Spaeter hatte ich dann auch erfahren, dass es von Anfang an geplant war, mir die Kleidung zu schenken, da alle wollten, dass ich mich wohl und “dazugehoerig” fuehlen kann. Ich habe selten, eigentlich nie, so viele Menschen gesehen, die so gerne geben, ohne etwas als Gegenleistung zu verlangen…  einfach nur, weil es sie gluecklich macht und das, wie ich erfahren habe, Gottes Wille und Weg ist. Im Laufe dieses Tages habe ich so viel Essen geschenkt bekommen, dass ich alles gar nicht schaffen kann.  Also schenke ich es weiter…. und da freuen sich dann auch wieder alle.

Ich habe heute auch so viele Haende geschuettelt, dass ich gar nicht mehr weis was man sonst noch mit der Hand alles machen kann. Jeder will mich kennenlernen und sehen und auch fotografieren, aber alle versuchen auch nicht zu aufdringlich zu sein, aber angestarrt wird man doch am laufenden Band und auch die Kinder gucken ganz frei und offen. Heute kam auch ein kleiner Junge auf mich zu, total schuechtern und man hat seiner Familie angesehen, dass sie nicht viel haben, aber er hat mir einen Bilum (Tasche) geschenkt, einen sehr schoenen aus Naturfaser in den Farben des Mumengdestriktes. Er meinte nur, damit ich etwas haette was mich an dieses Treffen erinnert. Ich muss gestehen, dass das Aiwara (Augenwasser) ganz schoen schnell hochkam…

Ueber die riessen Eroeffnungsfeier gehe ich jetzt hinweg. Sie war toll, viel Gesang, Tanz und natuerlich auch Kirche. Wir, Delegierte aus allen Destrikten waren VIP Gaeste (auch wir) und sollten in einem besonderen Zug ueber die Strasse auf den Platz geleitet werden und besungen und gesegnet werden. Drei Stunden warten in der prallen Sonne, ohne Wasser hatten mich hier fast an meine Grenzen gebracht aber dann ging es endlich los. Auch wurden wir “gesegnet” in dem Schwarz angemalte Maenner mit Palmwedeln und Grasbuescheln auf und eingeschlagen hatten (nicht fest) um die boesen Geister zu vertreiben und uns zu reinigen … leider hatte ich einen Palmwedel erwischt, auf den ich dachte alergisch zu reagieren, den als er mich beruehrt hatte ist mein Arm auf die doppelte Groesse angeschwollen und war mit roten Pusteln uebersaeht. Ich hatte dann allerdings gefragt was das ist und sie meinten nur alle, das sei normal, den wenn ich Schmerzen auf der Haut empfinden wuerde, dann wuerden die Schmerzen im Inneren weniger schlimm sein. Damit hatten sie auch Recht, den das Schwitzen und der Kopfschmerz waren auf einmal gar nicht mehr so schlimm. Aber alles halb so wild, nach ca. 1ner Stunde war mein Arm wieder auf Normalumpfang geschrumpft und das Brennen hat auch nachgelassen…

Auf und nieder ... immer wieder! Teil 2


Tag 3: 4:30 Uhr morgens, draussen ist es noch stockfinster, der Hahn hat noch nicht gekraet, das macht er hier so gegen 6:30 Uhr morgens, die erste Frau bei und im Zimmer steht auf und faengt vor Freude ueber den tollen neuen Tag an ganz leise zu singen. Dankt Gott fuer den neuen Tag und keine 30 Minuten spaeter zieht das komplette Haus, ca. 20 Frauen im Schlafanzug (der ist nicht gross hier!!!) in einer Art Bolognese singend, tanzend und trommelnd  durchs Haus und dankt dem Herrn, dass der neue Tag anbricht! ABER ER HAT NOCH NICHT ANGEFANGEN!!! Ich schlafe noch! ES IST NOCH DUNKEL DRAUSSEN!!! Aber ignorieren kann man das ja nicht! Auf der einen Seite ist es total fazinierend und ich habe so eine Lebensfreude und Lust am Singen, Tanzen und Gott danken noch nie erlebt, auf der anderen Seite will ich einfach nur schlafen!

Nach ca. 1ner Stunde ist es dann 5:30 Uhr morgens und Zeit zum Waschen im Bergbach, wie verkuendet wird. Langsam falle ich aus dem Bett und schleppe mich zum Wasser, aber dann, ja dann bin ich wach, bei ca. 8 Grad kaltem Wasser!!!

Nach dem Wachen gibt es Fruehstueck (Kartoffeln, Reis, manchmal Brot und Butter) es ist immer genug da, aber man muss sich doch daran gewoehnen, frueh schon Kartoffeln zu essen (meine Oma wuerde es lieben). Dannach ist Lotu (Gottesdienst), nicht sehr lange, ca. 45 Minuten in denen wieder, dismal eher Asples (Muttersprache) gesungen wird. Ich kann da wenig mitsingen, den ich verstehe hier nichts. Das ist schade, den wenn ich auch sehr falsch singe, hier stoert es keinen, Hauptsache man singt und tanzt mit, WIE ist foellig egal. Was ich uebrigens auch gemacht habe (singen und tanzen) und zwar so toll, das ich mein Nasenpearsing verloren habe. Jetzt habe ich einen Ring gekauft um das Pearsing zu erseatzen und ploetzlich faellt jedem auf, das ich ein Nasenpearcing habe… lustig.

Anschliessend sitzen wir fast den ganzen Tag auf Stuehlen und diskutieren ueber alles und nichts. Naja, doch schon ueber sehr viel, aber leider verstehe ich ja nichts und deshalb ist es fuer mich sehr lange…. Wenn ich dann mal wieder Erwarten doch etwas mitbekomme ist es sehr interessant. In dem einen Distrikt gibt es gerade kein sauberes Wasser und hier wird besprochen, wie man helfen kann, oder wie man Geld herbekommt eine Wasseraufbereitungsanlage zu kaufen. Oder bei einem anderen Distrikt beschweren sich die Fauen (von einer bestimmten Schule), dass sie ein Semester in einem anderen Distrikt verbringen muessen, und nicht bei der Familie sind. Sehr interessant alles, aber leider verstehe ich nur 10 Prozent. Hoffentlich wird das noch besser.
Ok, ganze 3.5 Tage hat es gedauert, seit ich Logaweng verlassen hatte. Jetzt bin ich krank. Mein Bauch vertraegt das Essen doch nicht so gut wie ich gedacht hatte, oder es liegt daran, das das Wasser hier leider nicht sehr sauber ist, wie alles sagen, auf alle Faelle habe ich die Befuerchtung, dass es noch schlimmer wird. Und wenn ich nur daran denke, dass das Klo dann so weit we gist …. WAAAA!!!!  Naja, abwarten und Tee trinken, der ist ja schliesslich abgekocht J, und schauen was morgen kommt.

Tag 4: Am Morgen kam fuer mich erst mal putzen!!!! Meinen Schlafsack, meine Decke, mein Bett und bei der Gelegenheit, habe ich das ganze Haus von allen und den Boden gleich mitgeputzt. Allerdings nicht, weil ich Lust hatte, sondern (da ich dumme weisse Meri /Frau gestern im Bett einen NUR EINEN Keks gegessen hatte) weil mich in dieser Nacht (wos mir eh nicht gut ging) eine Maus besucht hat. Sie hat sich auch genau die eine Stunde ausgesucht in der ich endlich eingeschlafen war und keine Kraempfe mehr hatte, hat sich durch das Moskitonetz gebissen und ich bin aufgewacht als sie versucht hat ueber meinen Kopf an ein kleines Stueck Keks zu kommen, das wohl runtergefallen war…  OK … ich schrei, die Maus, oder Ratte quickt, alle Frauen scheien, weil sie denken das ist ne Schlange irdendwo, reissen ihre Kinder aus dem Bett, die schreien jetzt auch und ich falle in einem Knaeul aus Decke, Moskitonetz, Ratte/Maus und Schlafsack zu Boden. Ich kann euch sagen, versucht da mal rauszukommen, wenn man sein Moskitonetz gerade deshalb so eng und gut festgesteckt hat. Da ist kein Rauskommen auf die schnelle… und nachdem ich endlich draussen war (Ratte/Maus war weg) und ich auch endlich die anderen Frauen ueberzeugen konnte nicht auf mich oder mein Bett einzuschlagen, weil da evtl. ne Schlange ist, oder mich ins Krankenzimmer zu bringen, weil ich von einer Schlange gebissen wurde, haben sich dann auch alle wieder murrend (MAN SCHREIT DOCH NICHT WEGEN EINER MAUS/RATTE!!!!!) schlafen gelegt und 5 Minuten spaeter war keiner mehr wach …. keiner, ausser ich. Denn an schlafen war jetzt sicher nicht mehr zu denken. Und das war auch gut so, wie sich herausstellte, den die Maus oder Ratte dachte sich, wo es einmal was zu fressen gibt, da gibt es wieder was und wenn ich schon auf dem Weg bin, dann nehm ich doch gleich meine Brueder und Schwestern mit. Naja, 10 Minuten spaeter waren sie dann zu dritt und in der Ueberzahl… ich habe mich also geschlagen gegeben, bin wach geblieben und habe abwechselnd meine restlichen Kekse von mir weggeworfen, damit sie nicht auf den Gedanken kommen wieder in meinem Bett zu suchen. Das hat auch gut funktioniert, allerdings habe ich am naechsten Tag auch ausgeschaut als ob ich nur eine Stunde geschlafen haette und war krank und auch bekannt wie ein bunter Hund, denn irgendwie wussten alle schon vor dem Aufstehen von meiner Aktion und dem Ausgang und ich war –mal wieder- das Gespraechstthema nummer Eins!

Langsam mache ich Schluss, mit dem Womens Conferenz-Thema, den erzaehlt habe ich genug, wie ich denke. Wie die Stimmung am Tage war zeigen am Besten ein paar Fotos, die ich auch hier einstelle … die naechsten Tage ging es mir immer mal wieder besser, mal schlechter, aber die Putzaktion hat soweit geholfen, dass ich keine Besucher mehr hatte in der Nacht, allerdings meine Nachbarn, die es nicht gestoert hat. So habe ich mich ueber die Naechte gerettet und die Tage waren traumhaft und sehr lehrreich. Allerdings konnte ich nicht verhindern, dass ich am letzten Tag und auch in der letzten Nacht dann doch noch richtig krank geworden bin und mir schon vor der 4 Stunden Heimfahrt gekraut hat. Mein Klopapier hat dann auch nicht mehr gerreicht, aber Gott sei Dank haben mir auch hier die Frauen geholfen… 

Mein Fazit dieser Konferenz ist, dass die Freundlichkeit und die Bereitschaft zu geben, ohne etwas zu verlangen hier in dieser Gemeindschaft so gross und reich ist wie ich es selten erlebt habe und das werde ich im Rundbrief auch noch ausfuehren. Das ich sehr viel ueber Land und Leute gelernt habe wie ich es sonst wahrscheinlich nie in Monaten gelernt haette, das ich einige tolle Menschen kennengelernt habe die mich wirklich beruehrt und begeistert haben, die ich nie wieder vergessen werde und das ich NIE WIEDER im Bett essen werde!!!

Die Heimfahrt habe ich dann -dank der lieben Frauen- gut ueberstanden und es hat sich herrausgestellt, dass e skein Malaria ist, sondern nur eine Grippe oder Erkaeltung mit Magen Zeug. Also alles halb so wild und, da ich so schlapp war, wohl auch dem Kulturschock oder der Ueberanstrengung zum Opfer gefallen bin. Kein Wunder bei all den Eindruecken, die in kurzer Zeit auf mich eingeprasselt sind. Ich moechte diese Woche auf keinen Fall missen, den  jetzt sind mir meine kleinen Geckos im Haus in Logaweng egal und seit dieser Zeit schlafe ich auch ohne Moskitonetz.

         2. LEA/Shopping
Direkt nach der Womens Conderence, und weil ich eh gerade in Lea war, und weil mein Essen eh zur Neige gegangen ist und weil ich kein Malaria hatte, bin ich gleich ein paar Tage laenger geblieben und habe einen Shoppingtrip gemacht, und sehr viel Geld fuer Essen ausgegeben J Juhuuu!!! Freu, aber es war dann wahrscheinlich doch etwas uebertrieben, den jetzt weis ich nicht wohin mit dem allem …. da heist es dann nur essen, essen, essen…

In diesen Trip ist auch mein Geburtstag gefallen und ich bin nach dem Einkaufen am Tag, am Abend noch mit ein paar “Weissen” ins Restaurant Essen gegangen. Es war total toll, auch wenn die Pizza in Italien besser ist, warum nur ??, war sie hier wirklich gut, ich hab zum ersten mal seit der Ausreise wieder ein Bier getrunken (da haben alle vielleicht geschaut, das macht hier naemlich keiner!!!), und mir wurde noch ein Geburtstagstaendlichen gesungen und Damaris (Doktor in Butaweng) hat in der Frueh (war mit ihr in einem Zimmer) fuer mich ein Lied gespielt, ich hab Geschenke (ESSEN) bekommen und Schokolade und sie hatte Blumen gepflueckt und Kerzen angezuendet! VIELEN DANK AN DICH!!! Das war das schoenste Aufwachen seit langem und besser haette der Tag nicht anfangen koennen.

          3. Zrueck in Logaweng fuer eine Nacht und dann FAMILY RETREAT
Aber wie das war, mit dem fliegen in einer Minimaschine, ob wir aus Finschhafen ueberhaupt wegen dem Wetter starten konnten und wie es war … erzaehle ich ein anderes mal, den ich kann nimmer schreiben! Meine Finger tun weh …
Bis zum naechsten Mal, alles Gute Tanja

Donnerstag, 30. August 2012

Erste EIndruecke…


Froh und gluecklich war ich schon, wie ich gestehen muss, als ich nach ca. 39 Stunden Nugini-Boden betreten habe, den ich kann nur sagen, dass es keine grosse Unterhaltung gibt, wenn man fast zwei Tage unterwegs ist und die Zeit ueber auch schlecht schlafen kann, da man ja immer auf sein Gepack achten muss. In Port Moresby endlich angekommen wurde ich auch von einer sehr netten Frau in Empfang genommen, die (zum Glueck) super Englisch gesprochen hat, so das es keine Verstaendigungsprobleme gab. Das, muss ich sagen, haette ich nach dieser langen Zeit in der Luft vermutlich nicht mehr geschafft –und wie ich spaeter  noch berichte- auch jetzt noch nicht schaffe.
Anschliessend ging es fuer mich weiter nach LEA. Eigentlich war der Flug ca. 4 Stunden spaeter und ca. 6 Stunden spaeter sind wir dann auch gestartet, aber das nimmt hier keiner so genau, deshalb habe ich mich auch recht entspannt. Schade war es nur, dass ich Torsten Krafft  -ein lieber Mitarbeiter von der Organisation in Lea- nicht Bescheid geben konnte, so musste er etwas warten.

In Lea war ich dann von Freitag bis Montag frueh. Beate Troeger und ihr Mann, so wie auch Torsten haben sich super um mich gekuemmert und mich zum einkaufen auf dem Markt in Lea (hier bieten Einheimische ihre Waren an, die auf dem Feld angebaut oder selbst hergestellt warden) mitgenommen, in diverse Supermaerkte in denen ich dann fuer ca. 2 Monate einkaufen sollte und auch in einen Computerstore, in dem Torsten meinen Arbeitsrechner gekauft hat, auf dem ich auch gerade diese Mail schreibe, den dieser Rechner hier ist schneller und grosser J. Damit hatte ich nun gar nicht gerechnet, dass es mit dem Kauf des Computers fuer meine Arbeit so schnell geht und bin natuerlich total gluecklich. Hier an dieser Stelle noch mal Danke an Torsten. Er hat hier viel Vorarbeit geleistet und das soll erwaehnt warden. Auch an die beiden lieben Troegers, die mich die ersten Tage mitgenommen haben.

So, am Montag nun sollte es endlich zu meinem eigentlichen Bestimmungsort gehen… wir waren um kurz vor acht Uhr morgens auch puenktlich beim Office (be idem man Karten fuer die Faehre kaufen kann…dieses sollte um 8 Uhr aufmachen, da die Faehre um halb zehn lossollte) leider war ausser und niemand da…

No ken wari … ca. eine Stunde spaeter oeffnete das Office und mit ca. 2 Stunden Verspaetung sind wir dann auch Richtung Buki getuckert… leider ist mir schon beim Warten auf das Losfahren so schlecht durch den geringen Seegang geworden, dass ich vorsorglich zwei Reisetabletten geschluckt hatte. Hat leider nichts geholfen und ich musste -kurz vor knapp- noch zwei nehmen, ohne jedoch zu bedenken, dass diese Tabletten seeehhhrrrrr meude machen. Kurz um …. Ich habe vier Stunden geschlafen und bin dann (Gott sei Dank) 15 Minuten, bevor wir in Buki angelegt hatten wieder aufgewacht… sonst waere die Fahrt fuer mich wieder zurueck gegangen.

Jetzt bin ich hier in Logaweng, habe mein Haus bezogen, die erste Spinne schon aus der Dusche (waerend ich drunter stand!!!!!!) gejagt, und den ersten 30 cm Gecko rausscheuchen muessen (na gut, ich geb es zu … die 5-jaehrige Neomi und der 3-jaehrige Enok haben mir geholfen und geschafft hat es dann die 8-jaehrige Nele (alles drei sind die suessen Kinder der Familie Paulsteiner)). Diese hat mich auch sehr lieb und mit offenen Armen und Tueren empfangen, da ich ja auch die ersten Tage bei Familie Pausteiner geschlafen habe, da mein Zimmer noch nicht “einbruchsicher” war.
Jetzt bin ich schon seit einigen Tagen hier in Logaweng und lebe mich gerade etwas ein. Leider muss Familie Paulsteiner auch gleich wieder los, da beide aeltern Kinder krank sind und nach Australien zum Arzt gebracht warden. Die naechsten Tage warden dann abwechselnd einige Frauen bei mir schlafen, dass ich mich nicht so alleine fuehle und “safe” bin, denn der naechste wohnt dann jetzt doch ca. 600 Meter weiter und keiner wuerde mich hoeren, wenn etwas sein sollte.

Im Moment lerne ich -oder versuche es zumindest- die Landessprache so schnell wie moeglich zu lernen, den auch Martin (mein Vorgaenger, mit dem ich immer verglichen werde) hat sehr schnell Pisin gesprochen … also muss ich mich rannhalten.

Leider war ich schon die ersten zwei Tage krank und ausser Gefaecht gesetzt: Es gab ein grosses Martin Abschieds / Tanja Willkommensessen und da habe ich den ganzen Frauen beim zubereiten der Speisen geholfen und da habe ich es geschafft mich von einer Biene direkt auf die Stiern ueber die Augen stechen zu lassen, woraufhin mein Gesicht auf das dreifache angeschwollen ist und ich nicht mehr aus den Augen schauen konnte… zwei Tage spaeter hab ich dann wieder alles gefunden. Bei dieser Gelegenheit habe ich dann auch festgestellt, dass die Bienen hier aggressiever sind und Stiche mehr anschwellen und wehtun. Aber so wurde ich von heute auf morgen das “Stadt”gespraechsthema Nr. 1 und jetzt kennt mich auch wirklich jeder. Ich habe versucht die Geschichte vom Gloeckner von Notre Dame zu erzaehlen, aber ich bin mir nicht sicher, ob ich verstanden wurde. Auf jeden Fall konnte ich allen deutlich machen, dass ich jetzt ausschaue wie ein haesslicher Mann, der in einem Turm wohnt… ;-)

Meine Arbeit besteht im Moment aus Zuhoeren und lernen.  In der frueh nach dem Morgenlotu (Morgenandacht) schaue ich mir verschiedene Stunden an und versuche zu verstehen um was es geht und am Nachmittag gehe ich liklik raun (etwas umher) und versuche mit allen, die mir begegnen zu sprechen, was auch nicht schwer ist, den jeder will mein Gesicht sehen und mich kennenlernen …
Was ich auf alle Faelle sagen kann, dass sich jeder die groesste Muehe gibt, dass ich alles lerne und verstehe und alle sind wirklich sehr verstaendnissvoll und geduldig. Soweit fuehle ich mich sehr wohl, wobei ich sagen muss, dass ich ein paar Kleinigkeiten aus Deutschland schon vermisse. Fleisch zum Beispiel (das ist hier seeehhhrrrr teuer und auch nie zu bekommen) oder tolles Klopapier mit vier Lagen J Das hier ist nur einlagig, denke ich …. Naja, und BROT … ich versuche jetzt selber zu backen, den das Brot hier ist halt wie Toast, und mit der Zeit schmeckt es nicht mehr. Ansonsten habe ich eigentlich alles was ich brauche … es gibt auch alles zu kaufen. Normalerweise auch mehr Obst und Gemuese, aber leider ist durch die starken Regenfaelle eine Bruecke weggeschwemmt worden und so kann kaum noch frisches Zeug geliefert warden. Es gibt noch Kokusnuss und Kaukau… (so eine Art Kartoffel), Bananen, aber sonst leider nicht sehr viel frisches im Moment. Ich hoffe das wird wieder besser … wir warden sehen, wie lang sie fuer die Reparatur der Bruecke brauchen, allerdings koennen Sie jetzt noch nicht anfangen, denn solange es noch regnet macht es wenig Sinn. Eigentlich soll ja der Regen gegen September aufhoeren … wir werden sehen…

So, jetzt habe ich erst mal nichts mehr zu erzaehlen und mache Schluss. Ich freue mich ueber Emails, die ich auch regelmaessig anschaue, (auch wenn ich nicht immer zurueckschreibe, den das kostet hier einfach viel Geld) ueber Post allgemein und nette Kommentare. Ich denke in den naechsten sechs Wochen kommt dann auch mein erster Rundbrief, wenn ich hier etwas mehr im Geschehen bin und werde diesen, nachdem er rumgeschickt wurde auch wieder auf meinen Blog stellen …

Bis dahin wuensche ich euch eine tolle Zeit (ohne mich) in Deutschland. Vermisse euch und freue mich von euch zu hoeren.

Alles Liebe und Gute
Tanja

PS.: Ueber Rechtschreibfehler mache ich mir keine Gedanken J Bitte tut das auch nicht J

Donnerstag, 16. August 2012

Zwischenstopp

Halli hallo liebe Daheimgebliebenen,

gerade sitze ich in Singapore fuer mehrere Stunden fest, da ich auf meinen Anschluss warten muss. 9 Stunden, aber dank Julian, weiss ich, dass ich evtl eine Stadtbesichtigung machen kann, oder aber ich schlafe lieber .... hmmm .... schwer, aber mal schauen.

Bis jetzt ist alles sehr gut gelaufen und ich wurde sicher von einem Airport zum anderen geflogen und habe jetzt die Haelfte der Stecke hinter mir und bin trotzdem schon voll muede und fertig ... aber etwas schlafen konnte ich auch, deshalb alles halb so schlimm.

Jetzt suche ich mir eine Geldwechselstation und dann etwas zum Fruehstueck, denn das war fuer Europaeische Maegen etwas gewoehnungsbeduerftig... Gebratene Nudeln mit Ente und Chilli, und das um halb sieben frueh!! (naja, nach meiner Uhr, hier ist es Nachmittag, aber trotzdem ...)
Daran muss ich mich gewoehnen...

So, jetzt mache ich auch erst mal wieder schluss und hoffe ich kann mich in naechster Zeit noch mal melden.

Lieben Gruss und KUSS an meine Lieben,
Tanja